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15.07.2013
Big City Life – Verrückt!

Wochenende für Konfirmanden in der Dobelmühle bei Aulendorf


Let’s do it crazy. Zwölf Busse fuhren zur Dobelmühle. Ein Wochenende der Superlative konnte beginnen. Ein buntes verrücktes herausforderndes Programm.

Ein Seil wird auf dem Boden ausgelegt, um einen „Sumpf“ zu markieren. An einem Ast des angrenzenden Baumes wird das zweite Seil befestigt. In aller Ruhe verteilt ein Mitarbeiter zehn verschiedene Gegenstände in den „Sumpf“. 18 Konfirmanden schauen gebannt zu. Was macht er da? fragt eine Konfirmandin ihre Freundin. Diese ist aber gerade damit beschäftigt ihre durchnässten Schuhe auszuziehen, lächelt ihre Freundin an und sagt lauthals: „Hast Du gesehen wie ich den Eimer voll über den Rücken vom Thomas geleert habe? Und dann bin ich voll weggerannt und er hat nur meine Füße getroffen“.

Spielen macht Spaß
Es ist Samstagnachmittag. Knapp 500 Konfirmanden sind mit den „FunGames“ beschäftigt. An 30 Stationen können sie in 90 Minuten an verschiedenen Spielen teilnehmen. Mal ist der Einzelne herausgefordert, ein anderes Mal muss die ganze Gruppe herhalten, sonst wird die Aufgabe nicht erfüllt. Es herrschen eine lockere Atmosphäre und kein Zwang, alle Spiele streng nach den Regeln zu spielen. Authentisch zur der Überschrift des Konfirmandenwochenende des Evangelischen Jugendwerks im Kirchenbezirk Reutlingen (ejr) darf es ein wenig verrückt zugehen. So endet ein Wassertransportwettbewerb in einer Wasserschlacht, was bei den Temperaturen niemanden schadet. Minuten später sieht man dann die gleiche Gruppe voller Freude wie sie gemeinsam eine herausfordernde Aufgabe angehen und dann total stolz von ihrem Sieg berichten.

Lange Tage – Kurze Weile
Wer die Konfirmanden beobachtet, staunt nur über die Lebensfreude und die Energie, die sie an den Tag legen. Es ist eine Leistung nach einem langen Freitag, an dem nach der Schule die Anreise und volles Programm bis kurz vor Mitternacht geboten war und einer kurzen Nacht (, weil einige Jungs und Mädchen schon um kurz vor sechs Uhr morgens angefangen haben, Fußball zu spielen und damit weitere Konfirmanden geweckt haben) dann mit viel Elan und Lebensfreude an den vielen Programmen am Samstag teilzunehmen.

Kinder helfen Kindern
Hier ist auch der Ort, an dem der Erwachsene so manche Vorurteile gegenüber der heutigen Jugend loswird. Das Mädchen, das sonst so laut ist, nimmt mit großem Interesse an den Seminaren mit dem Titel Themen und Chancen teil und besucht eins über das Leben und Sterben in der Großstadt, der Junge der meist so unscheinbar ist, hat plötzlich eine leitende Rolle bei der Cajón Band auf der Bühne, eine Gruppe Konfirmanden übernimmt noch eine zweite Putzdienstrunde weil es ihnen wichtig ist dass alles sauber ist und beim Telefonieren mit Bischof Yusuf Gowi Okumu in Kenia sitzen alle 500 ganz still und lauschen zu: Sie wollen doch so gerne den Waisenkindern in Kenia helfen. Nach dem Gottesdienst sagt die eine Konfirmanden zu ihrer Betreuerin: Ich habe mehr Geld zu Hause, ich bringe es nächstes Mal mit, damit mehr Kinder unterstützt werden können. Es kommen fast Tausend Euro zusammen.

Jetzt kommt was Wichtiges!
Hinter einem Großereignis wie diesem liegen viele hunderte Arbeitsstunden. Ohne das ehrenamtliche Engagement von über 150 Menschen in allen Altersstufen wäre es nicht machbar für das Bezirksjugendwerk, jährlich ein KonfiCamp anzubieten. Auch die Konfirmanden erleben es hautnah, während des ganzen Wochenendes, dass es auch teilweise junge Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sind, die an der Vorbereitung und Durchführung beteiligt sind. Und das ist wichtig. Dass jeder Moment, jede Aktion, das was wir tun und sind, auch wichtig ist, daran hat eine junge Mitarbeiterin auch während des Gottesdienstes am Sonntag früh erinnert. Vor jedem Programmteil kam sie auf die Bühne, nahm das Mikrofon und sagte fröhlich: „Und jetzt kommt was Wichtiges!“

Vom Konfirmandenunterricht hin zur Begleitung von aktiven Gemeindemitgliedern
Seit über zehn Jahren ist das KonfiCamp vom ejr ein fester Bestandteil des Jahresprogrammes. Mit Methoden der außerschulischen Bildung wird Pfarrern und Pfarrerinnen, ehren- und hauptamtlichen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen sowie den Konfirmanden und Konfirmandinnen ermöglicht ein Wochenende lang miteinander und füreinander unterwegs zu sein. Dabei werden wichtige Schritte des Gemeindeaufbaus getan und bei gutem Gelingen auch ansatzweise die Ziele der Rahmenordnung der evangelischen Kirche in Württemberg für die Konfirmandenarbeit erreicht. Dort heißt es ja unter Anderem:
Wenn es uns gelingt, die Kinder und Jugendlichen in ihren Lebenswelten und mit ihren Erfahrungen, mit ihren Ideen und Vorstellungen ernst zu nehmen, dann haben wir einen entscheidenden Schritt zur Umsetzung dieser Rahmenordnung geleistet.
(Vorwort des Landesbischofes, Seite 3)


2014 jetzt schon vormerken!
Das nächste KonfiCamp der Reutlinger steht schon fest: Vom 4. bis 6. Juli 2014 in der Dobelmühle und die Vorbereitungen haben jetzt schon begonnen. Wer mitwirken will wird ermutigt im ejr Büro vorbeizuschauen (Oferdinger Straße 56 in Reutlingen/Rommelsbach), anzurufen (07121/949960) oder eine Mail zu schreiben (info@ejr.de). Mitwirkungsmöglichkeiten gibt es viele. Gebraucht werden Leute, die in der Küche helfen, die mitanpacken können, die einen Rettungsschwimmerschein haben, die gerne am Samstag einen Workshop anbieten, thematische Einheiten mit den Konfirmanden gestalten wollen und zuletzt und am wichtigsten: Gebraucht sind nach wie vor engagierte Pfarrerinnen und Pfarrer und leitende Persönlichkeiten aus den Gemeinden, die sich auf den Weg mit ihren Konfirmanden machen und am KonfiCamp 2014 teilnehmen.

Link dazu:
Bilder vom KonfiCamp 2013
 


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